Hat Spanien staatliche Tierheime?

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Klar, diese jedoch unterscheiden sich in einem ganz wesentlichen Detail von einem deutschen Tierheim. In Deutschland erhalten die Heime ein Pflegegeld von der Gemeinde ab dem 14 Tag nach der Einlieferung. In Spanien erhalten Sie Geld für jeden toten Kadaver.

Ausgesetzte Tiere werden in Spanien binnen 8 Tagen nach ihrem Aufgreifen getötet. Allein in Barcelona werden mehr als 2000 Hunde jährlich Opfer dieser Praktik. Niemand erwähnt die tausenden getöteten Katzen. Einmal durch unglückliche Zufälle aufgegriffen und in eine Tötungsstation gebracht, entkommen nur einige wenige ihrem traurigen Tod.

Die meisten Tiere werden in bedauernswertem Zustand aufgefunden, halb verhungert, verletzt, heruntergekommen, zurückgelassen. Manchmal kommen auch angefahrene oder durch Schusswunden verletzte Tiere in der Station an. Andere wurden offensichtlich geschlagen, misshandelt, verstümmelt und dann zum Sterben ausgesetzt. Es gibt immer wieder Hunde mit offenen Fleischwunden, die offensichtlich für Hundekämpfe missbraucht wurden. Oft werden auch Welpen im Abfall aufgefunden, da ihre "Herrchen" keine Verantwortung für die Fortpflanzung ihrer Hunde übernehmen.

Tierschützer vor Ort fahren einem schnell über den Mund, wenn man "staatliches Tierheim" oder "Tierheim" dazu sagt. Man wird schnell korrigiert: "Es heißt Tötungsstation oder Perrera".

 

 

© Texte: Alexander M. Ewald; spanischehunde.de / Bilder: unbekannt