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Die
zahlreichen Vereine, Organisation und einzelnen Helfer setzen sich unermüdlich
dafür ein, dass sich die Zustände in Spanien verbessern. Die Arbeit vor Ort
besteht eben nicht nur darin Tieren nach Deutschland zu vermitteln, sondern auch
die Situation in den Tierheim (Tötungsstationen) zu ändern. Durch viele
Gespräche mit Behörden, Petitionen und Demonstrationen konnten erste kleine
Erfolge erzielt werden.
Vorrangig ging es den Tierschützern darum, dass die Tiere in den
Tötungsstationen nicht mehr durch Gas getötet werden. Bei diesem Verfahren
werden Hunde einer minutenlangen Tortur ausgesetzt, manche der armseligen Wesen
überlebten das vergasen sogar schwer geschädigt. Für Tierschützer ein
unhaltbarer Zustand.
Mehr als eineinhalb Jahre, nachdem das neue Tierschutzgesetz in Kraft getreten
ist, können im Mai 2005 erste Erfolge gemeldet werden. Die beiden nachfolgenden
Zeitungsartikel der regionalen Presse berichten davon.

Malaga - woh. Erfolg für die Tierschützer: die umstrittene Gaskammer in
Malaga, in der monatlich etwa 200 Streuner Hunde und Katzen getötet werden, soll
nach Angaben der Umweltstadträtin von Malaga, Patricia Marin, innerhalb von zwei
Monaten abgeschafft werden. Herrenlose Tiere sollen zukünftig per Giftspritze
eingeschläfert werden. Das Vorhaben stieß bei Tierschutzverein auf Lob.
Allerdings wurde kritisiert, dass die Anlage erst in mehreren Wochen ihren
Betrieb einstellt.

Malaga -woh. Die umstrittene Gaskammer im städtischen Tierheim von Malaga
wird nach 29 Jahren abgeschafft. Umweltstadträtin Patricia Marin verkündete,
dass schon mit dem Abriss der Kammer begonnen worden sei. In Zukunft sollen
Tiere die nach einer bestimmten Wartezeite keinen neuen Besitzer finden unter
Betäubung schmerzfrei eingeschläfert werden. Der Vorsitzende des
Tierschutzvereins "Protectora de Animales de Malaga", Jose Carlos Cabra, zeigte
sich zufrieden. Jedoch habe es viel zulange gedauert, ist die Stadtverwaltung
die Gaskammer abgeschafft habe, kritisierte Carbra.
Diese ersten Erfolge, sollten aber noch keinen Anlass geben die Bemühungen im
Ausland einschlafen zulassen. Dafür gibt es noch viel zu viel Arbeit. Auch die
Bewohner und sogar die Urlauber vor Ort müssen einen besseren Umgang mit Hunden
und Katzen lernen. Hierzu berichtet Jürgen Wild, ehemaliger Diplomat der
deutschen Regierung, auf unsere Anfrage:" Wenn man genau hinschaut, sieht man
schon einen kleinen Unterschied zu früher. Hauptsächlich in den Großstädten
Spaniens und hauptsächlich bei den jüngeren Leuten bessert sich der Umgang mit
den Tieren. Es kommt nun öfters mal vor, dass ein ungewollter Hund bei einem
Tierschutzverein abgegeben wird, anstatt ihn auf der Straße seinem Schicksal zu
überlassen. Aber gibt es noch viel zu tun, gerade in ländlichen Bereichen und in
den Urlaubsgebieten."
© Bilder und Texte: Alexander M. Ewald;
spanischehunde.de |