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Das Sekret welches sie
verspritzen wird im Brustkorb gebildet und über Bauchsegmente abgegeben.
Die Sekrete dienen der Verteidigung und Abschreckung von Feinden und der
innerartlichen Kommunikation. Sie bestehen aus ungesättigten Aldehyden.
Alkoholen, Estern und Säuren.
Die Beerenwanze heißt nicht so weil sie sich von
Beeren ernährt, sondern weil das Enzym, welches sie mit ihrem Rüssel
injiziert die Beeren ungenießbar macht.
Die Feuerwanze lebt gesellig an Linden oder nahe verwandten Pflanzen und
ist eine der häufigsten Wanzen Deutschlands.
Bei hautempfindlichen Menschen können Rötungen und
auch Blasen nach dem Kontakt mit dem Wehrsekret auftreten. Diese sind
aber relativ harmlos. Größere Schäden verursacht diese pflanzensaugende
Wanze meist in Nahrungsmittel welche durch das versprühen des Sekrete
ungenießbar werden ( z. Bsp. Ausbreitung in Getreidelagerhäusern).
Es sind vereinzelt Fälle beobachtet worden in denen
Beerenwanzen (Dolycoris baccarum) und Feuerwanzen (Pyrrocoris apterus)
zur Gefahr für Haustiere geworden sind.
Das Fell würde einen Kontakt des geringen Sekrets
mit der Haut verhindern. problematisch wird es, wenn, so wie im
folgenden Fall geschildert, das Gift direkt in Auge trifft.
So berichtet Claudia P. aus Willich: "Als der Bauer
die Weide gemäht hatte, kamen einige Beerenwanzen auf unsere Terrasse
geflogen. Meine kleine Luna, ist natürlich sofort auf diese kleine
rötliche Wanze zugelaufen und wollte daran schnuppern. Plötzlich sah
ich, wie Luna zurückspringt und sich längere Zeit ein Auge rieb. Ich
dachte, das Tier ist ihr ins Auge geflogen. Sie ging aber wieder zu dem
Tier hin, um noch mal daran, diesmal mit einiger Entfernung, zu
schnuppern. Wieder springt sie zurück und leckt sich die Nase. Immer
wieder reibt sie sich das rechte Auge an diesem Sonntag. Am nächsten
Morgen war das Auge zu, hat aber nicht geeitert. Der Tierarzt
diagnostizierte eine Verätzung auf der Hornhaut, ca. 2 mm groß.
Man konnte es deutlich durch die fluoreszierenden Tropfen erkennen."
Demnach ist folgendes zu beachten:
- Vermeiden Sie den Kontakt zwischen Insekten und
Haustieren, besonders bei Arten die Sie nicht kennen.
- Sollten Augen oder Schleimhäute von Sekreten
getroffen sein, wie bei Verätzungen aller Art, spülen sie bitte mit viel
Wasser aus.
- Suchen Sie einen Arzt auf und nehmen Sie das
verursachende Insekt oder ein Bild davon mit. Das hilft bei der Diagnose
und hilft -eventuell- neue Zusammenhänge herzustellen. |