Woran man eine gute Vermittlung erkennt

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 Umfassende Information VOR der Vermittlung zum jeweiligen Hund

Informationen zum Hund, seiner, Rasse/Rassemischung, zu seinem Charakter, zu seinen speziellen Eigenheiten sind unumgänglich, um sowohl für den Hund als auch für den Halter optimale Bedingungen für ein zufriedenes Miteinander zu schaffen. 

Es darf nicht verschwiegen werden, dass ein Hund bereits zurückkam. Zu einer umfassenden Information gehört die Aufklärung über eventuelle Erkrankungen, vor allem aber zu Mittelmeererkankungen (Leishmaniose, Babesiose, Ehrlichiose, Dirofilariose). I

Welche Auswirkungen hat die Erkrankung ? Was bedeutet das für den Hund und für den Halter ? Nur wenn ein Test durchgeführt und VOR der Vermittlung ehrlich mitgeteilt wird, gibt es eine Chance für ein zufriedenes Miteinander und erspart so manche Enttäuschung. Der Hundehalter muss die Chance haben, für sich zu entscheiden ob er der psychischen und finanziellen Belastung einer solchen Erkrankung gewachsen ist. Er muss die Chance bekommen, sich zu informieren, bevor er den Hund übernimmt.

 
 Mitteilung der Kosten, die auf den zukünftigen Hundehalter zukommen

Dem zukünftigen Halter darf nicht suggeriert werden , dass ein Hund so ‘nebenher’ läuft- das entspricht nicht den Tatsachen. Zu der Schutzgebühr, deren Höhe VOR der Vermittlung abgesprochen werden sollte, kommen Kosten für Hundehalterhaftpflichtversicherung, Hundesteuer, Grundausstattung wie Leine, Halsband, Napf, Decke, Korb, medizinische Betreuung (Impfung, Entwurmung, Parasitenbehandlung), Fellpflege (Bürste, Kamm) und vieles mehr.

Entscheidend ist auch hier wieder die klare Mitteilung, ob der Hund gesund ist oder vielleicht Kosten für Medikamente anfallen.

 
 Kastration / Sterilisation
Einen Hund aus dem Tierschutz zu adoptieren heißt auch die Verantwortung dafür zu übernehmen, dass eine Weitervermehrung ausgeschlossen wird. Viele Tiervermittler legen darauf keinen Wert, legen dies nicht vertraglich fest und lassen zu, dass ein häufig auch noch als ‚reinrassig’ angepriesener Hund für Nachzucht sorgt. Das entspricht nicht unserem Tierschutzgedanken.
 
 Keine anonyme Vermittlung
Leider gibt es auch das: ein Hund wird abgegeben, ohne Rückfrage nach dem Namen und der Adresse des zukünftigen Halters. Hauptsache weg ? Verantwortung heißt auch- Rückfrage, Name, Adresse, Kontrolle des Platzes. Wer sich den Schutz des Tieres zur Aufgabe gemacht hat und sich Tierschützer nennt, ist gefordert das Tier zu schützen VOR und NACH der Vermittlung.
 
 Betreuung der Hundehalter über die Vermittlung hinaus
Nach der Vermittlung gibt es unzählige Fragen, vielleicht auch Unsicherheiten. Hier gehört zur Verantwortung, dass Vermittler und Vereine für den Hundehalter erreichbar sind, mit Rat und Tat. Wer einen Hund übernommen hat und bei der ersten Rückfrage zu hören bekommt: ‘wenn Sie nicht damit fertig werden, müssen Sie ihn eben ins Tierheim bringen’ - wird allein gelassen mit einer Verantwortung, die eigentlich beide übernommen haben: der vermittelnde Verein und der Hundehalter.