Der Hund im Sommer

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von Alexander M .Ewald

 

Ein heißer Sommer lässt nicht nur uns Menschen stöhnen, auch Hunde leiden. Außerdem sind sie einer Reihe von Gefahren ausgesetzt. Selbst Vierbeiner aus Spanien vertragen die Hitze nicht viel besser als ein Einheimischer.

Wenn bei einer länger währenden Hochdruckwelle die Ozonwerte in der Luft steigen, sind vor allem ältere Hunde in der Stadt gefährdet. Sie nehmen mit jedem Atemzug zusätzlich zur Ozonangereicherten Luft, die die Lunge dauerhaft schädigen kann, auch die Abgaskonzentrationen auf, die bei Hochdruck über dem Boden bleiben. Weitere Folgen sind nicht selten Augenentzündungen.

Während der heißen Tage sollte das ausgiebige Gassi gehen auf die frühen Morgen- oder späten Abendstunden beschränken. Zwischendurch reicht ein kurzer Spaziergang. Vermeiden Sie auch anstrengende Apportierspiele im Sonnenschein.

Dass Hunde bei den Temperaturen nicht in ein abgestelltes Auto gehören, sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Zudem sollte man beim Autofahren ein nasses Handtuch mitführen. Darauf können Hunde ruhen oder das Fell kann damit leicht eingerieben werden.

Cabrio fahren ist leider auch keine gute Erfrischung. Der Fahrtwind oder die Zugluft bei offenem Fenster ist für Hunde gefährlich. Augenentzündungen drohen.

Für alle Haustiere gilt wie beim Menschen auch: Während der heißen Tage brauchen sie besonders viel frisches Wasser. Eiswürfel machen Trinkwasser noch erfrischender für den Hund.

Wasser und schwimmen hilft auch Ihrem treuen Begleiter bei der Kühlung. Dabei gilt jedoch wieder Vorsicht. Den Hund langsam ins Wasser führen. Nicht plötzlich abkühlen (Eimer Wasser oder ähnliches). Nützlich ist auch eine Sprühpistole mit der das Fell leicht angefeuchtet werden kann.

Manche Hunde gehen nicht gerne ins Wasser auch wenn die Abkühlung dringend nötig wäre. Erzwingen Sie nie den Wasserkontakt. führen Sie Fiffi langsam ans Wasser heran. Locken Sie ihn über Wochen mit Spielen und Leckerchen ein paar Zentimeter weiter rein.

Wenn Sie mit Ihrem vierbeinigen Freund in den Wellen spielen, achten Sie darauf, dass Apportierobjekte auf der Wasseroberfläche schwimmen, damit der Hund sie mit der Schnauze greifen kann, ohne unterzutauchen. Wenn Wasser in den Gehörgang kommt, kann es zu Gleichgewichtsstörungen kommen. Die Hunde können die Orientierung verlieren und schlucken zuviel Wasser.

Nach dem schwimmen auch immer wieder die Ohren reinigen. Keime aus dem Wasser können sonst schnell Entzündungen hervorrufen.

Im Hochsommer erhitzen sich Steinplatten auf Balkon, Terrasse, Garten und der Beton auf den Straßen. Hunde tragen aber selten Schuhe und selbst die robusten Ballen können hier schnell Schaden nehmen. Hier hilft hauptsächlich wieder das verschieben von Spaziergängen in kühlere Tageszeiten. Wer seinem Wuschel einen Ruheplatz draußen gönnen will, kann entweder ausgedienten Teppich oder ein Stück Rollrasen auslegen. zur Nachpflege der Ballen können Sie die Pfoten zum Beispiel mit Melkfett einreiben.