Vierbeinige "Mitbringsel" aus dem Urlaub

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Tierliebe kann riskant sein, wenn Sie aus Ihrem Urlaubsland einen streunenden Hund oder eine Katze "illegal" mitnehmen wollen.


Es ist außerdem wichtig, auf innere und äußere Parasiten zu achten, wobei es für den Laien schwierig ist, einen evtl. Innenbefall zu erkennen. Schlecht ernährte Streuner können von vielen Arten dieser Parasiten befallen sein. In den allermeisten Fällen bedrohen diese ungebetenen Gäste das Leben der Tiere nicht, jedoch übertragen sie sich sehr schnell und sind sehr lästig, hartnäckig und teilweise langwierig zu bekämpfen.

Wenn Sie also einen Straßenhund oder eine Katze aus dem Urlaub mitnehmen möchten, sollten Sie auf alle Fälle einen Tierarzt vor Ort aufsuchen - oder ein Tierheim unter deutscher Leitung - und das Tier keinesfalls ohne Impfung und Beratung nach Deutschland mitnehmen.

Hund und Katze müssen vor Ort in allen europäischen Ländern gegen Tollwut geimpft sein - dabei auf die Fristen achten: Die Impfung muss mindestens vier Wochen und darf nicht länger als ein Jahr zurückliegen. Welpen dürfen erst mit 12 Wochen geimpft werden. Wenn die Fristen nicht eingehalten werden, droht dem Tier Quarantäne, manchmal über mehrere Monate. Das kann vor allem bei Welpen zu schweren psychischen Schäden führen.

Es dürfen maximal drei Tiere in die Bundesrepublik eingeführt werden. Ältere Straßenhunde haben in den meisten Fällen viel Negatives erlebt - deshalb können sie bereits Verhaltensauffälligkeiten davongetragen haben. Sie brauchen also für einen Streuner viel Zeit und Liebe. Nehmen Sie bitte den Hund nur mit, wenn sie ihn auch selbst behalten. Es wäre für ihn keine echte Hilfe, in einem Tierheim in Deutschland abgegeben zu werden.

Wenn Sie den Tieren wirklich etwas Gutes tun wollen, ist die bessere Lösung, sich vor Ort zu engagieren. Sie können z. B. die Tierheime in Ihrem Ferienland unterstützen. Wie im rumänischen Ploiesti entstehen überall in Süd- und Osteuropa Einrichtungen für herrenlose Tiere - mit Unterstützung aus Deutschland - und es wird Tierschutz vor Ort praktiziert. Sie können sicher sein, dass es den Schützlingen dort gut geht. Von einem dieser Tierheime können Sie meist ohne Risiko einen Hund mitnehmen. Diese Tiere sind in der Regel bereits geimpft, entwurmt und kastriert.
 

Quelle: Bayern 3 TV