Rüde oder Hündin?

zurück

 

von Alexander M. Ewald, copyright: spanischehunde.de

 

Es ist nicht egal, ob man sich für einen Rüden oder eine Hündin entscheidet. Denn die unterschiedlichen Geschlechtsmerkmale von Hunden wirken sich später auch unterschiedlich auf den Alltag der Besitzer aus. Deshalb sollten die eigene Persönlichkeit und die individuellen Lebensumstände bei der Wahl mitbedacht werden.

 

Charakter:
Weibliche Tiere sind in der Regel ruhiger, anhänglicher und angepasster als Rüden. Sie sind leichter erziehbar - von der Stubenreinheit bis zur regulären Ausbildung. Hündinnen eignen sich daher für "weichere" Herrchen und für Familien mit Kleinkindern. Hündinnen können bei einer Bedrohung ihrer Familie aber durchaus auch zum giftigen Verteidiger werden. Rüden dagegen gelten im Allgemeinen als dominanter, aber auch unternehmungslustiger. Da sie sich nicht so gerne unterordnen, brauchen sie eine feste Hand und konsequente Erziehung.

 

Sexualität:
Hündinnen werden etwa alle sechs Monate "heiß". Die Läufigkeit ist mit zusätzlicher Arbeit und besonderer Aufmerksamkeit verbunden. Denn der spezielle Geruch einer läufigen Hündin zieht oftmals die Rüden aus der Nachbarschaft an. Rüden können mitunter wochenlang liebeskrank sein. Auch hier ist erhöhte Aufmerksamkeit geboten, damit sie nicht bei jeder Gelegenheit entwischen und herumstreunen.

 

"Gassi-Gehen":
Spaziergänge mit Rüden dauern naturgemäß länger als mit Hündinnen. Denn diese müssen ihr Revier markieren und dafür mehr schnüffeln und öfter das Bein heben als Hundedamen. Sowohl bei Rüden als auch bei Hündinnen kann es bei Begegnungen mit gleichgeschlechtlichen Artgenossen zu Raufereien kommen. Das hängt jedoch eher vom Temperament ab als vom Geschlecht.

 

Mann Frau - Frau Mann:

Umstritten ist die so genannte Kreuzregel, nach der männliche Tiere besser mit Frauen, weibliche besser mit Männern zurecht kommen. Dafür gibt es keine Nachweise.

 

Zweithund

Auch beim Thema Zweithund wird gerne von der Kreuzregel gesprochen. Doch dafür gilt genau das gleiche. Ob Rüde oder Hündin sollte Ihr Ersthund insofern mitentscheiden, als das er sich für einen Spielkameraden entscheiden darf. Denn so wie bei den Menschen gibt es auch Hunde die sich einfach nur nicht leiden können, egal welchen Geschlechts sie sind.

 

Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel, aber in groben Zügen können Sie diese Übersicht als Entscheidungshilfe nutzen. Die geschlechtsspezifischen Unterschiede werden jedoch bei den einzelnen Rassen verwischt. Ein Irish-Setter-Rüde ist zum Beispiel umgänglicher als ein Jagdterrier-Weibchen.

 

Oder sie lassen einfach Ihr Herz entscheiden. Sehen Sie sich einen Hund an und wenn er Ihnen gefällt, nehmen Sie ihn auf.