Hitzschlag beim Hund - Vorbeugen und erste Hilfe

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Von www.Hunde-Hunde.de Holger Möller

Vorbeugen ist besser als heilen
Ist es uns Menschen zu warm, schwitzen wir am ganzen Körper. Hunde können dies nicht. Sie schwitzen nur an den Pfoten. Die wirkungsvolle Regelung der Körpertemperatur geschieht durch Hecheln. Bei hohen Temperaturen reicht das jedoch nicht mehr aus – ein Hitzschlag droht.

Deshalb ist es wichtig, dass Sie Ihren Hund in der warmen Jahreszeit nicht in stickigen und schlecht belüfteten Räumen lassen oder durch Spiel und Sport überfordern. Bitte respektieren Sie das Bedürfnis Ihres Hundes nach Ruhe und Kälte. In den kühleren Abendstunden bietet sich sicher auch noch die Gelegenheit zum Radfahren, Skaten oder zu Ähnlichem. In der Regel können Hunde gut mit der warmen Jahreszeit umgehen. Sie suchen sich ein schattiges Plätzchen, bewegen sich weniger oder lieben es, sich auf kalte Böden zu legen. Manche Hunde mögen es sogar, von ihrem Menschen nass gespritzt zu werden.

Noch immer wird das Auto als Gefahrenquelle unterschätzt. Scheint die Sonne auf den PKW, können schnell Temperaturen von über 60 °C im Inneren entstehen. Unter diesen Umständen hat der Hund keine Chance, für ausreichende Abkühlung zu sorgen.

Bitte lassen Sie Ihren Hund an warmen Tagen nicht im Auto. Schnell dauern die „fünf Minuten“ länger als vermutet, weil Sie noch einen Bekannten getroffen haben, die Schlange an der Kasse länger ist als erwartet oder Sie schnell noch etwas anderes erledigen müssen. Es reicht nicht aus, die Fenster des Autos einen Spalt zu öffnen. Ebenso wenig bietet ein Parkplatz im Schatten Sicherheit. Schließlich wandert die Sonne. So kann ein Auto, das auf einem schattigen Parkplatz stand, nach einer Weile der prallen Sonne ausgesetzt sein. Bitte bedenken Sie auch, dass Sie die Temperaturen niedriger empfinden als Ihr Hund. Wir Menschen haben den Vorteil, uns angemessen kleiden zu können. Außerdem ist unser „Kühlsystem“ wirkungsvoller, als das des Hundes.

Was passiert bei einem Hitzschlag?


Kann der Hund seine Körpertemperatur nicht mehr durch Hecheln senken, wird sie über die normalen 38 bis 39 °C steigen (je kleiner der Hund, desto höher ist seine normale Körpertemperatur). Mit steigender Körpertemperatur dehnt sich das Gehirn aus. Da der Schädelknochen nicht nachgibt, wird mit zunehmender Ausdehnung Druck auf das Gehirn ausgeübt. Es kommt zu (eventuell bleibenden) Funktionsstörungen im Organismus. Ab einer Körpertemperatur von 42 °C werden Eiweiße, die „Bausteine“ des Körpers, zerstört.

So erkennen Sie einen Hitzschlag

  • starkes Hecheln
  • schneller Puls
  • erhöhte Körpertemperatur
  • zunehmende Mattheit (der Hund kann später nicht mehr aufstehen)
  • blasse oder bläuliche Schleimhäute (z. B. Lefzen, Zahnfleisch, Zunge)
  • Bewusstseinseintrübung (z. B. Taumeln, Benommenheit, Bewusstlosigkeit)
  • Schock

Nicht alle aufgeführten Symptome treten zugleich auf. Erste Anzeichen sollten für Sie schon ein Warnsignal sein.

So leisten Sie erste Hilfe

  • für gute Belüftung sorgen (Fenster und Türen öffnen, Hund aus dem Auto bzw. Raum holen)
  • nach Möglichkeit das Tier in den Schatten bringen
  • Wasser anbieten
  • für Ruhe sorgen
  • vorsichtig und langsam mit feuchten Kompressen oder Wasser abkühlen. Fangen Sie an den Pfoten an und arbeiten Sie sich langsam zum Rumpf und Kopf vor.
  • Tierarzt aufsuchen (bitte vorher anrufen)

Diese Fehler müssen Sie vermeiden

  • fahren Sie nicht im heißen Auto zum Tierarzt (vorher gut lüften)
  • kühlen Sie auf keinen Fall den Hund schlagartig ab (z. B. Eimer kaltes Wasser über ihn gießen oder ihn in Wasser tauchen)
  • flößen Sie dem Hund nicht gewaltsam Wasser ein

Ich wünsche Ihnen und Ihrem Hund eine schöne, sonnige Jahreszeit.