Angst vorm Arztbesuch?

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geschrieben von IG-Hundeschulen.de

Viele Hunde haben Panik in die Praxis zu gehen. Das ist nicht nur Stress für den Besitzer, sonder auch der Tierarzt kann einen ängstlichen Hund oft nicht richtig untersuchen. Um hier vorzubeugen sollte mit einem Welpen rechtzeitig trainiert werden, dass Tierarztbesuche gar nicht so schlimm sind. Planen Sie während der Welpenzeit mehrere „Trainingstierarztbesuche“ ein. Statten Sie sich mit vielen Leckerli aus und setzen Sie sich zunächst einfach nur ins Wartezimmer, um den Welpen schauen zu lassen, was alles vor sich geht. Dabei kann er sich ganz in Ruhe an all die fremden Gerüche, die vielen Menschen und Tiere gewöhnen. Traut Ihr Welpe sich erst gar nicht ins Wartezimmer rein, dann versuchen Sie ihn mit Leckerli vorwärts zu motivieren. Wenn das nicht hilft, dann nehmen Sie ihn kurz auf den Arm und lassen ihn erst drinnen wieder herunter. Ziehen Sie ihn nicht an der Leine hinter sich her, denn so hätte er gleich ein unangenehmes Erlebnis. Reden Sie nicht beruhigend auf ihn ein wenn er Angst zeigt. Ihr Hund hat in dieser Situation nur den Gedanken: Schnell weg hier, ich habe Angst! Hört er in diesem Moment ihre freundliche Stimme, loben Sie ihn unbewusst dafür! Genauso gut könnten Sie sagen: Es ist gut, dass du Angst hast, es ist alles ganz schrecklich. Das Gleiche gilt, wenn Ihr Hund auf dem Tierarzttisch sitzt und vor lauter Aufregung zittert. Auch dann würde durch eine beruhigende Stimme das Gegenteil erreicht werden. Der Welpe sollte nicht gleich untersucht und geimpft, sondern einfach nur auf den Behandlungstisch gesetzt werden. Dort bekommt er natürlich viele Leckerli.

Wenn der Tierarzt beim nächsten Besuch in die Ohren schaut, den Kleinen abtastet usw., dann ist es von Vorteil, wenn der Hund bereits bestimmte Untersuchungsübungen kennt. Trainieren Sie zu Hause regelmäßig, Ihren Hund zu untersuchen, und achten Sie darauf, dass er dabei stillhält.

Auch erwachsene Hunde können den Tierarztbesuch noch „lernen“. Vereinbaren Sie mit ihrem Tierarzt mehrere „Übungstermine“, bei dem Sie nicht ins Wartezimmer müssen, sondern direkt ins Sprechzimmer dürfen. Dadurch kann Ihr Hund sich nicht so stark in seine Angst reinsteigern. Drinnen sollte der Hund nicht untersucht und angefasst werden, da das für einen ängstlichen Hund schon zu viel sein kann. Man sollte unbedingt darauf achten, dass er nicht bedrängt wird und sich bedroht fühlt. Stattdessen wird er gefüttert und Sie unterhalten sich einfach nur locker und entspannt mit dem Tierarzt. Sie werden sehen, bald wird sich Ihr Hund auch entspannen und den Praxisbesuch lockerer sehen.