Flugpate Bericht 2
 

Von Alexander M. Ewald


Oft finden sich Annoncen in der Tierrubrik von Tageszeitungen und Anzeigenblättern, in denen Hunde aus Spanien ein neues Zuhause in Deutschland suchen. Doch wie kommen eigentlich die Hunde von Spanien nach Deutschland? Bringen besorgte Urlauber einfach einen gerade gefunden Hund mit? Fährt der WauWau selbst  mit dem Zug oder versteckt er sich im Gepäckfach der Reisebusse?

„Nein“, sagt Angelika Grüter-Warmhoff und lacht dabei. „Das ist schon etwas komplizierter, obwohl es mit allem etwas zu tun hat.“ Die engagierte Frau aus Wallenhorst ist schon seit Jahren um das Wohl der Hunde bemüht und ist bei der Vermittlung von Hunden aus Spanien und Deutschland behilflich. „Um die Strapazen eines langen Auto-, Lkw- oder Zugtransportes zu vermeiden, versuchen wir die Hunde mit den Urlaubsfliegern aus dem Land zu bringen. In Spanien werden viele Hunde gequält, komplette Würfe ersäuft, oder wenn die Tiere in einem staatlichen Tierheim landen, nach 21 Tagen getötet.“

Deswegen kümmern sich auf dem Festland und den Inseln einige Tierschutzvereine neben Kastrationen und Aufklärungsarbeit auch um eine Vermittlung nach Deutschland - in ein besseres Zuhause. Für den Transport werden dringend Flugpaten benötigt. Dies sind normale Urlauber oder Geschäftsreisende, die zusätzlich zu Ihrem normalen Gepäck auch noch eine Transportbox mit einem oder mehreren Hunden mitnehmen. Der Aufwand für einen Paten wird so gering wie möglich gehalten und Kosten entstehen überhaupt nicht. Schon auf dem Hinflug kann man eine leere Box mitnehmen. Auf dem Rückflug dann eine volle. In beiden Fällen übernimmt ein Helfer den Transport bis zum Gepäckschalter und ist für den Papierkram und die Bezahlung des Übergepäcks verantwortlich. Bei der Ankunft steht dann auch wieder ein Ansprechpartner bereit, der sich um alles Weitere kümmert. Sogar die neuen Herrchen oder Frauchen sind oft vor Ort, um ihr neues Familienmitglied in Empfang zu nehmen. „Die Angst, als Flugpate am Zielflughafen auf dem mitgebrachten Tier sitzen zu bleiben, ist deshalb unbegründet.“, meint Angelika Grüter-Wamhoff, „wir suchen aber dringend weitere Flugpaten und hoffen auch auf die Mithilfe von Reisebüros, die ihre Kunden auf diese Möglichkeit aufmerksam machen möchten.“ Wer sich als Flugpate zur Verfügung stellen möchte, auf www.spanischehunde.de findet sich sogar eine Datenbank, bei der man sich anmelden kann, und ein Tierschutzverein vom Urlaubsort meldet sich dann.

 

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