Bloß nicht unterm Weihnachtsbaum

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Wovor Tierschützer zurecht warnen und was Medien unmittelbar vor Weihnachten immer wieder melden, davon sollten Sie im eigenen Interesse und dem ihres Hundes wirklich die Finger lassen. Nicht weil Sie eventuell zu denen gehören könnten, die nach den Feiertagen die "Nase voll" haben und ihr Welpe dann im Tierheim landet. Dann dürften sie kaum zu den Besuchern unserer Homepage zählen. Sondern weil Weihnachten ein Ausnahmezustand für Hund und Mensch bedeutet und damit die denkbar schlechteste Voraussetzung ist für einen gemeinsamen Start in zehn oder mehr Jahre Zusammenleben.
  • Weihnachten ist begleitet von Hektik und Stress. Alle Familienmitglieder haben unzählige Dinge zu erledigen, den Kopf voll und kaum Zeit, sich wirklich um einen hilflosen Hund, der sich erstmal orientieren muss, zu kümmern.
  • Weihnachten ist die Zeit, der Tierärzte sich zurecht auch einmal ausruhen wollen, die Wartezimmer der Tierkliniken überfüllten, in der Hundeschule und Verein sich eine Auszeit werden, Läden geschlossen sind und Apotheken nur Notdienst haben. Auch Tierschutzverein und Tierheim sind nur notdürftig besetzt. Niemand da, der Sie im Notfall beraten könnte.
  • Weihnachten ist die Zeit, in der Familienzwist offen zu Tage tritt, Streit in der Luft liegt, die Reizschwelle der Menschen extrem niedrig ist. Eine Atmosphäre, die Gift für einen Welpen ist, der Ruhe braucht.
  • Weihnachten ist die Zeit spontaner Besuche, unzähliger Anrufe, auch die Zeit, in der Postbote, Müllabfuhr, Getränkelieferant und andere sich ihren Jahres-Obolus abholen. Dauerndes kommen und gehen, das ein Hundekind über die Maßen beansprucht.
  • Auf Weihnachten folgt Silvester. Mit Raketen, einer Schüssel, Leuchtblitzen - für den jungen Hund, der erst einmal die Trennung von Mutter, Geschwistern und vertrauter Umgebung verkraften muss, der reine Horror.

Bei einem Welpen der ins Haus kommt, muss man in den ersten Wochen mit Überraschungen rechnen, mit unvorhersehbaren und ungewollten Pannen. Machen Sie es sich mit ihrem neuen Mitbewohner nicht unnötig schwer. Gönnen Sie sich an den Feiertagen lieber die Vorfreude auf ihren Neuen, der dann Mitte Januar bei Ihnen einziehen kann.